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Als Axel und Peter 1992 zum ersten Mal nach Bolivien
kamen, hatten sie mehr als 45.000 Kilometer in den Beinen und manch tiefere
Einsicht im Kopf. Not und Elend waren den zwei Weltumradlern inzwischen
genauso wenig fremd wie der Lebenswille, der aus Armut erwächst.
Diese "Weltsichten" ermöglichten Axel und Peter eine
erste Begegnung mit Bolivien ohne Vergleiche mit den bekannten exotischen
Klischees. Trotzdem empfanden die Beiden den Widerspruch zwischen dem
Reichtum der Natur und der materiellen Armut der Menschen nirgendwo sonst
so bedrückend wie hier. Dort, wo die Not am größten war - unter den Straßenkindern -
trafen sie aber auch Menschen, die den Ärmsten der Armen selbstlos halfen.
Besonders beeindruckte Lydia Wiedamann die beiden Weltumradler.
1991 gründete sie gemeinsam mit anderen Helfern das durch
Spenden finanzierte Kinderheim "Mano Amiga". Das Anliegen und die Arbeit
von Lydia zu unterstützen, war von da an auch Aufgabe der beiden Weltumradler.
1995 nach Deutschland zurückgekehrt, starteten Axel und Peter die Initiative
"Kinder malen für Kinder". Aus den Zeichnungen entstand dank vieler Helfer
der Kalender "Kinderweltsichten". Und dann begann mit dem Verkauf der
Kalender für das Jahr 1997 auch eine beeindruckende Spendenaktion unter
dem Motto "Kinderhilfe Bolivien". Axels Heimatstadt Saalfeld übernahm
die Patenschaft über diese Initiative und ließ sich vom Engagement der
Weltumradler und der Kinder anstecken: Im September 1996 stimmte der Saalfelder
Stadtrat der Städtepartnerschaft mit Samaipata in Bolivien zu.
Nun suchten Axel und Peter Kinder und Jugendliche, die
die Geldspenden nach Bolivien bringen und mit eigenen Augen sehen, was
dieses Geld bei den Straßenkindern bewirken kann. Seit dem fährt jedes
Jahr eine Kindergruppe nach Bolivien. Bis heute haben sich ungefähr 30 Kinder
aus ganz Deutschland, die sich besonders engagiert und einfallsreich für
ihre noch unbekannten bolivianischen Altersgenossen eingesetzt hatten,
gemeinsam mit Axel und Peter auf den Weg an den Bestimmungsort ihrer Hilfe
gemacht. Inzwischen hat der Verein Saalfeld-Samaipata
e.V. die Hauptarbeit von Axel und Peter übernommen. Aber noch immer
sind sie "ihren Kinderheimen" in Bolivien äußerst eng verbunden, zumal
Axel Vorstandsmitglied des Vereins ist.
Wie auch Sie die Arbeit dieses Vereines unterstützen
können, erfahren Sie auf der Homepage www.saalfeld-samaipata.de.
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