Auf Marco Polo's Spuren.
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Die
Reise in Kürze:
| Start: 28.1.2001 in Saalfeld |
| 31. 01. 2001 in Hof Süddeutschland |
| Überquerung der Alpen am Brenner - Österreich
- Norditalien |
| 18. 02. 2001 Ankunft in Venedig |
| 20. 02. 2001 Fähre nach Griechenland |
| 23. 02. 2001 Durchquerung Griechenlands zur Fähre
via Zyper und Ägypten nach Israel |
| 26. 02. 2001 Ankunft in Israel: (Tel Aviv und
Jerusalem) |
| 04. 03. 2001 Über Jordanien nach Syrien
(Damaskus) |
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| in den Libanon: 08. 03. 2001 (Beirut) |
| 12. bis 16. 03. 2001 Durchquerung Syriens entlang
der Mittelmeerküste |
| Türkei über Erzurum: 17. bis 26. 30. 2001 |
| Einreise Iran am 26. 30. 2001 über den Ararat
nach Taebriz, Zanjan und Tehran |
| Gegen Ende April von Teheran ueber Eafahan nach
Mashhad |
| Einreise nach Afghanistan am 07. 05. 2001 |
| Am 25. 04. 2001 Grenzübertritt nach Turkmenistan |
| am 30. 04. 2001 nach Usbekistan |
| am 15. 05. 2001 nach Kirgistan |
| Grenzübertritt nach China am 01. 07. 2001 |
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Die
Route:

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Das
Reisetagebuch der Marco Polo Reise:
-> Das erste Lebenszeichen
-> Das zweite Lebenszeichen
-> Das dritte
Lebenszeichen
-> Das vierte
Lebenszeichen
-> Das fünfte
Lebenszeichen
-> Das sechste
Lebenszeichen
-> Das siebte
Lebenszeichen
-> Das achte
Lebenszeichen
-> Das neunte
Lebenszeichen
-> Das zehnte
Lebenszeichen
-> Das elfte
Lebenszeichen
-> Das zwölfte
Lebenszeichen
Ausführliche Reiseerlebnisse können Sie in unserem
2002 erschienen Buch "Auf Marco Polos Spuren mit dem Fahrrad von
Venedig nach Peking", erhältlich in unserem
Online-Shop,
nachlesen
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Die ersten tausend Kilometer
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der Marco-Polo-Tour liegen hinter Axel Brümmer und Peter Glöckner,
als Venedig vor ihnen auftaucht. Diese Strecke mit kurzem Stopp im Hofer
Fernwehpark (siehe Foto auf der Titelseite) brauchten die Weltumradler
zum "Aufwärmen": Axels Hintern tut nicht mehr weh, und hundert Kilometer
sind nun als Tagesziel Ehrensache.
Endlich wieder Schlafen unter freiem Himmel - da stört es auch nicht,
wenn am Morgen Schnee und Eis auf den Schlafsäcken liegen. Ärgerlich
war nur die Nacht, als das Wetter umschlug und das Tauwasser alles bis
auf die Unterhosen durchnässte. Doch was ist das schon gegen den
Blick von den Bergen hinab in das von Morgennebeln durchzogene Tal! Axel
und Peter testen die Kameras in diesem unwirklichen Licht. Auch die Räder
werden geprüft, wie sie "reagieren", ob die Taschen richtig gepackt
sind. Bereits in Deutschland erregen die "Packesel" im Winter Aufmerksamkeit.
Eine Bäckersfrau im Bayerischen erkundigt sich nach dem Reiseziel.
"Peking", sagt Axel. Sie denkt wohl, sich verhört zu haben, denn
sie fragt vorsichtshalber, woher sie kämen. "Aus Saalfeld." "Oh",
staunt sie, " von so weit her!" Das Reiseziel glaubt sie wahrscheinlich
bis heute nicht. Und die beiden Weltumradler? Ihnen geht ihre Tour vor
elf Jahren, ihre große Fahrt, durch den Kopf. Nicht nur, als sie
über den Brennerpass fahren, den sie damals, die Wege meidend, durch
die wilde Natur querten.
Sie wollten beweisen, dass ihre DDR-Tourenräder mit den Wessi-Mountainbikes
mithalten können. Und was wollen sie heute beweisen? Dass ihr früheres
Traumziel China doch nicht die Enttäuschung ihres Lebens bleibt,
dass sich Europäer und Asiaten trotz unterschiedlicher Herkunft,
Kultur, Sprache verstehen können? Eine
Denkschrift, die sie dabei haben, will dies vermitteln, und doch sind
ihre Gedanken in der näheren Zukunft. In Israel, ihrem ersten außereuropäischen
Reiseziel, ist nach der Wahl Sharons und den irakischen Bombardements
alles anders, als noch vor wenigen Tagen. Werden sie von dort in die arabischen
Staaten kommen? Im Hotelzimmer von Venedig (manchmal müssen sich
auch Weltumrader duschen!) werden Karten gewälzt und Fahrtrouten
geändert. Noch kann dem Büro mitgeteilt werden, dass andere
Visa benötigt werden. Draußen tobt der venezianische Karneval.
Axel
und Peter drängen sich durch das Gewühl zum Geburtshaus von
Marco Polo. Sie essen die letzten Reste eines Verpflegungspakets, das
ihnen unterwegs mitgegeben wurde. Eigentlich wollte der ältere italienische
Herr vor Begeisterung mitfahren, aber Weißbrot, Würste, Tomaten
und Wein waren den beiden Jungs letzlich doch lieber. Dann geht's zur
Fähre: durch die Adria nach Griechenland, ein Stück per Rad,
dann wieder auf der Fähre via Zypern nach Israel.
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Schalom oder Salam!
Jetzt der 2. Versuch, Euch ein Mail zukommen zu lassen. Sind von Venedig
per Faehre nach Griechenland, wo wir nicht nur die Faehre sondern auch
den Faehrhafen wechseln mussten (Reisebuero:
>kein Problem<). Natuerlich war es dann doch eins. Die durchgehenden Schnellzuege
nehmen keine Raeder mit und der einzige andere Zug ging auf halber Strecke
kaputt. Mit viel Geschrei und Geschiebe und der Ignoranz saemtlicher uniformierter
Leute, die was dagegen hatten, schafften wir es dann doch die Raeder in
so meinen Schnellzug zu packen und errreichten die Faehre nach Zypern
gerande noch rechtzeitig. Auf Zypern war gerade absolut nichts los, so
dass auch viele Touristen dort abhauen wollten und deshalb unsere Faehre
nun einen Umweg ueber Aegypten machten. Der Anschluss an die Touristen
brachte uns einen Busausflug zu den Pyramieden und die Einsicht, so etwas
nie wieder zu machen. Bitte beeilen sie sich. Wir wollen weiter!
Im Gegensatz zu der uns gegoennten halben Stunde bei den Pyramieden durften
wir fast 2 in einem Souvenierladen bleiben! Egal. Jetzt sind wir nach
einem ausfuerhrlichen Sicherheitscheck, der ueber 4 Stunden dauerte, in
Israel gelandet. Die Tante von der Einreise erinnerte sich noch an uns,
dass wir schon einmal mit den Raedern da waren, keinen Einreisestempel
haben wollten (kann Probleme bei anderen arabischen Laendern bereiten)
und wusste sogar noch wie wir weiterfahren wollten! Haette ich nie gedacht.
Immerhin ist das schon 11 Jahre her! Hatten wir uns damals so unmoeglich
benommen, dass man sich heute noch immer an uns erinnern muss? Jtzt sind
wir jedenfalls in Tel Aviv und machen uns Gedanken, wie wir nun weiterfahren
wollen. Ich versuche Euch auf dem Laufenden zu halten, kann aber nichts
versprechen. Vielleicht hoert Ihr auch mal 2 Monate nichts.
Also bis dann alles Beste
Glocke
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"Wie bekannnt, war alles noch sehr konfus, als wir im Heiligen Land
ankamen. Alles ging drunter und drüber. Letztendlich konnten wir
uns nur einen Tag in der wohl umstrittensten Stadt der Welt aufhalten.
Die Klagemauer ist abgeschirmt und bewacht wie ein Flughafen, der Felsendom
ist für nichtmoslemische Besucher jetzt völlig gesperrt und
die Heilige Grabkirche wird von Touristen in Shorts bevölkert, die
sich in Siegerpose darin ablichten lassen. Bei einem nächtlichen
Rundgang fielen kurz hinter uns mitten in der Stadt fünf Schüsse,
doch niemand interessierte das sonderlich. Jedenfalls konnten wir dort
nicht lange beiben, da wir schon am nächsten Tag einen Flieger kriegen
mussten, der uns über die geschlossene Grenze nach Jordanien bringen
würde. Die Ausreise währe wohl ähnlich erwähnenswert
verlaufen, wenn die Zeit für einen genauen Check nicht durch den
Abflug des Fliegers begrenzt gewesen währe. Egal. Jedenfalls landeten
wir in Jordanien, wo wir auch nicht hinwollten, aber nun war der Weg nach
Norden frei und wir hatten nichts eiligeres zu tun als nach Syrien/Damaskus
zu radeln. Dort suchten wir den hiesigen Leicavertreter auf und unternahmen
mit ihm alles mögliche. Ausflüge zu spektakulären Ruinenstätten
mitten in der Wüste oder zu nicht weniger spektakulären Kreuzritterfestungen.
Abends dann (zu Axels Geburtstag) ein Besuch in einem traditionellem Restaurant
so richtig mit Fressorgie (Axel möchte abnehmen), Musikgruppe und
Wasserpfeife. Klingt vielleicht nicht sonderlich orginell, wars aber!
Dann gings weiter nach Libanon. Dort radelten wir über den Antilibanon
und schliesslich den Libanon hinauf. Oben lag noch teilweise Schnee und
wir beschlossen, dort zu schlafen um den Sonnenaufgang zu erleben. Bei
der Schlafplatzsuche die ich allein machte, hörte ich auf einmal,
wie jemand unmittelbar vor mir, mitten in der totalen Finsterniss ein
Gewehr durchlud. Mir war gar nicht wohl, wollte ich doch nicht als versehendliches
Jagdwild enden. Also hüstelte ich vor mich hin und machte meine Stirnlampe
an. Auf einmal wieder ein Durchladen und dann schrie mich jemand auf arabisch
an. Leider konnte ich ihn weder verstehen noch begreiflich machen, dass
ich ja nur so ein harmloser Tourist bin. Jedenfalls wurde mein Gegenüber
unglaublich hysterisch und schliesslich schlugen Kugeln neben mir ein.
Wegrennen oder in Deckung schmeissen war nicht, also blieb ich schön
brav stehen und leuchtete weiter auf mich selbst, damit jeder sehen konnte,
dass ich unbewaffnet war. Vielleicht rettete mich das. Auf jeden Fall
war mein Gegenüber fürchterlich nervös, was ich aber auch
von mir behaupten konnte. Er schrie um Hilfe nach irgendwelchen anderen
Leuten, aber die kamen ewig nicht, was natürlich auch nicht gerade
zur Entschärfung der Situation beitrug. Aber nach einiger Zeit und
nach etlichen weiteren Schüssen, die neben mir einschlugen, kam dann
doch Verstärkung, die mich auch gleich fest nahm. Ganz wohl fühlte
ich mich dabei aber nicht, da es sich bei diesen Truppenteilen offensichtlich
nicht um libanisiche Armee handelte. Jedenfalls wurde ich zu deren Chef
gebracht und dort konnte ich dann die Situation entschärfen, da er
auch etwas englisch sprach. Gemeinsam gingen wir dann zu der Stelle wo
Axel gewartet hatte, aber dort waren nur noch die Räder. Offensichtlich
hatte Axel sich zur Strasse begeben, wo libaesische Polizei stationiert
war. Dort fühlte er sich sicherer, da auch hinter ihm hergeschossen
wurde. Jedenfalls klärte sich die Situation nun so allmählich
wieder und wir hätten fast schlafen gehen können, wenn nicht
noch Protokolle aufgenommen werden müssten. Zu guter Letzt kam noch
ein General(!!!!) aus Beirut, der natürlich auch alles ganz genau
wissen wollte. Na ja. Dann konnten wir doch noch schlafen und nun sind
wir in Beirut. Das war jetzt nur die absolute Kurzversion der Geschichte.
Wenn ich das jetzt so lese, klingt das alles viel harmloser als es war.
Ich hatte so richtigen Schiss!
Und von Schiss möchte ich dann Gleich überleiten zu Tschüss!
Grusse P. Glocke"
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...und damit wohl bis Teheran erst mal die letzte. Also: ich sitze gerade
in Erzurum (Türkei) in einem total verqualmten Internetcafe (wo schon
draußen die Werbung extra darauf hinwies, dass es für Männer
UND Frauen offen ist (was in so einer stark islamisch geprägten Gesellschaft
nicht unbedingt selbstverständlich ist) und habe es nach einer halben
Stunde endlich geschafft, den Rechner dazu zu kriegen, dass er mir gestattet
endlich mal ein mail zu schreiben. Aber da müsst ihr euch beim lesen
dran gewöhnen. Nach
dem letzten Lebenszeichen gab es ein paar verunsicherte mails, aber ich
kann euch beruhigen - bis jetzt ging alles gut. Keine weiteren Schüsse,
weder im Libanon, in Syrien noch hier in der Türkei (oder sollte
ich Kurdistan sagen?). Allerdings ist hier die Lage wieder merklich angespannt.
Sehr viel Militär, ab und zu zerschossene Gebäude und immer
wieder befestigte Straßenposten, teilweise mit eingegrabenem Panzer.
Nach einigem hoch und runter sind wir jetzt nur noch ober, d.h. recht
kalte Temperaturen, schneidender Wind und eine trockene, zumindest jetzt
im Winter trostlos wirkende Landschaft. Schneefelder sind auch nicht selten.
Wir haben was gelernt: nie wieder einen Schlafplatz im dunkeln aufsuchen!
Daran halten wir uns jetzt immer. Und einfach draußen weitab von
Leuten nur schlafen, wenn es nicht anders geht und wir uns absolut sicher
sein können, dass uns niemand sieht, wenn wir den Schlafplatz aussuchen.
Ist so zwar nicht immer leicht einen schönen Schlafplatz zu finden,
aber es ist sicherer. Die
Leute sind nicht mehr ganz so offen wie noch unten an der Küste.
Haben sich wohl dem Klima (vielleicht auch dem politischen) angepasst.
Bin gespannt, wie das in der Beziehung weitergeht, wenn wir in den Iran
kommen. Aber nette, hilfsbereite Leute findet man überall. Irgendwann
wird, wenn es absolut nicht weitergeht, jemand geholt der Deutsch spricht:
"Ich waren 5 Jahre in Deutschland, in ...!" Zumindest dann bekommt man
irgendwie die Auskunft, wo das nächste Internetcafe ist oder wie
weit es bis zum nächsten Dorf ist. Zumindest in den Dorfern wird
recht streng islamisch gelebt. Oft sieht man anstatt Frauen nur größere,
unförmige Stoffberge, die die Strasse entlang laufen. Männer
sitzen am Straßenrand, trinken Tee und schauen den Stoffbergen nicht
hinterher. Das ist für uns ein bisschen ein Problem, da wir mit den
Frauen praktisch nicht in Kontakt kommen. Kein Flirt am Wegesrand. Nicht
mal so unverfängliche Anmachen wie "Wo geht's denn hier nach ...?"
sind drin. Na, wird sich vielleicht meine Freundin freuen. Ich denke,
dass wir so in 4 Tagen im Iran aufkreuzen
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Ja, wo sind wir denn hier? Es ist einfach unbegreiflich: Frauen lassen
frech eine (illegale) Locke unter ihrem Kopftuch hervorschauen, blitzen
mich mit ihren Mandelaugen an, als wenn sie mit mir eine (zumindest Für
Schiiten legale) 15-minuetige Zeitehe eingehen wollen und rufen mir mitunter
sogar ein ganz und gar unverschämtes "Hallo!" hinterher! Leise zwar,
sie wollen ja nicht als Hure gelten oder die Sittenwächter auf den
Plan rufen, aber ich hab's genau gehört! Wenn Khomenie das mitkriegen
würde, er würde sich glatt in seinem Mausoleum umdrehen.Der
Muezin ruft (falls überhaupt) nur 3 statt 5 mal am Tag und wenn man
ganz genau hinhört dringt aus Hinterhöfen und Autoradios auch
mal von den Mullahs verbotene westliche Musik. Wo bleiben da die Revolutionswächter
?!? Vielleicht haben sie sich, wie der letzte Iman auch schon, in die
"große Verbergung" zurückgezogen. Doch im Gegensatz zu ihnen
wird auf den Iman gewartet. Aber im Ernst: Das Land scheint mir weit offener
und westlicher zu sein als so manche Ecke im türkischen Kurdistan.
Und das Deutschlandzeichen an Axels Rad öffnet so manche Tür.
Die Deutschen sind eben beliebt. Seit Noah mit seiner Arche auf dem eisigen
Ararat nicht gleich erfroren ist, sondern samt seinen Tierscharen die
Erde erneut bevölkerte, sind noch so manch andere Ausländer
hier unverhofft eingetroffen. Und irgendwann zwischen Alexander dem Großen
und den Flüchtlingen aus Afghanistan kam auch Marco Polo hier vorbeigelaufen.
Die Skepsis, welche die Regierenden solche Einflüsse aus dem Westen
entgegen bringen, ist indes nicht weniger geworden. Satellitenfernseher,
Bettenschlafen usw. ist schlicht verboten - es machen aber trotzdem viele.
Außerdem möchte ich doch gar zu gerne wissen, welcher Mullah
sich so geoutet hat und rausfand, daß die kernlosen Wassermelonen
homosexuell machen! Ob er anschließend freiwillig in den Knast ging?
Homosexualität ist selbstverständlich auch verboten. Sicher
kann man bei vielen Verboten geteilter Meinung sein. Die Strafen für
Vergehen sind aber meist recht hoch. Deswegen wunderten wir uns immer
wieder, wie offen die Leute mit ihren Verfehlungen uns gegenüber
umgingen. Als ein ehrbarer Familienvater (der schon 2 mal in Mekka war)
Axels Geste falsch verstand, holte er statt eine Wasserpfeife seinen Kumpel
ran, der eine spezielle Pfeife und einen riesigen Klumpen schwarzen Afghanen
mitbrachte. Dann war er ganz erstaunt, als Axel ablehnte! Der lies sich
lieber den (selbstverständlich nicht viel weniger verbotenen) Wodka
schmecken! Dabei kann Axel sich nicht einfach mit einer Mekkareise "reinwaschen".
Was gibt es sonst noch? Nachdem das Wetter es ein paar mal total mit mir
versaut hatte (wir waren total durchnäßt und durchfroren) versuchte
es mich mit viel, viel Rückenwind zu entschädigen. So radelten
wir die ganzen letzten Tage gemütliche 160 km. Deswegen sind wir
auch wesentlich zeitiger als geplant hier in Teheran angekommen, wo wir
uns nun um unsere Weiterreise Gedanken machen müssen. Über die
Medien dringen ja nicht unbedingt die besten Meldungen betreffs Afghanistan
zu uns. Afghanische Flüchtlinge sehen alles dagegen viel lockerer.
Andererseits sind sie aber auch aus dem Land geflohen, sind also auch
nicht auf dem aktuellsten Stand! Nur in dem Außenminister die Menschenrechtslage
in Afghanistan anprangern und dabei keinerlei offizielle Verbindungen
zu den Taliban haben, machen sie auch nichts anderes als sich zu profilieren.
("Wer ohne Fehl, werfe den ersten Stein.")
So weit, so gut, bis zum Nächsten mal
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Glaubt bitte nie, daß eine Visabeschaffungszentrale etwas anderes
beschafft, als sich selbst jede Menge Geld. Glaubt auch nicht, daß
das Organisationswesen des deutschen Auswärtigen Amtes irgendwie
funktionieren könnte. Und falls euch jemand ein Dolch an den Bauch
hält, glaubt auch nicht, daß er dann nicht gewillt ist, ihn
einzusetzen. Zumindest letzteren Fehler habe ich nicht begangen. Deshalb
war das Blut, was sich auf meinem Gesicht, meinen Sachen und meiner Kamera
befand, als er den Dolch endlich wegnahm, auch nicht von mir. Glück
gehabt. Auch wenn der Film mit spektakulären Bildern einer verbotenen
Selbstgeisselungsprozession nun weg war. Aber der Reihe nach. Weil vor
rund 1300 Jahren einige Schiiten ihren damaligen Iman, Hussein, im Kampf
gegen eine Übermacht nicht behilflich waren, klagen sie sich heute
noch an, schlagen sich auf die Brust oder mit Ketten auf den Rücken
und -was es angeblich schon längst nicht mehr im Iran gibt- mit riesigen
Messern oder Schwertern den Kopf blutig. In so eine Prozession waren Axel
und ich hineingeraten.
Klar, daß wir die Kameras zückten und anfingen loszuknipsen.
Ich immer schön d icht ran. Schließlich sah ich auch andere
Iraner mit Kameras. Aber ich war wohl etwas zu dicht dran gewesen. Jedenfalls
fühlte sich jemand belästigt, drückte mich mit dem Rücken
an eine Wand und setzte sein blutverschmierten Dolch bei mir an. Meine
Kamera verlangte er. Das kam natürlich nicht in Frage. Als ich ihm
das klar gemacht hatte, besserte sich seine Laune zwar nicht gerade, aber
er verlangte nun wenigstens nur noch den Film. Die ganze Zeit sah ich
ihm in die Augen. Besonders das rechte hatte es mir angetan. Das war von
dem Blut aus seiner vielleicht 5 cm breiten Kopfwunde total verschmiert
und hätte unter anderen Umständen sicher ein interessantes Foto
ergeben. Aber jetzt erübrigte sich das. Vielleicht, dachte ich, läßt
er doch mit sich handeln und spielte auf Zeit, immer in der Hoffnung,
daß Axel auftauchen und mir irgendwie helfen würde. Leider
verkalkulierte ich mich damit und schaffte es nicht einmal, den Film in
meiner Hand auszutauschen. Na ja, Zauberticks sind nun mal aus einer Bühne
leichter durchzuführen. Als der Film und der Dolch weg, aber Axel
wieder da war, blieb mir nur die Hoffnung, daß Axel vielleicht auch
ein paar gute Bilder gemacht hat. Und ich hatte, -welch Zufall- genau
den Typen vorher digital fotografiert, der mich kurz darauf so ärgerte.
Die anderen beiden eingangs erwähnten Fehler sind der Grund dafür,
warum wir jetzt hier, fast im Dreilaendereck, Iran - Afghanistan - Turkmenistan,
festhängen. Zwar gibt es hier das Grab des 8. Iman, ein gewaltiges,
unglaublich schönes Pilgerzentrum, zu bewundern, aber so ganz allmählich
wollen wir doch weiter. Es wird nämlich warm in der Wüste. Bisher
hatten wir tagsüber zwar angenehme 30 Grad, doch dürfte sich
das bald ändern. Bis jetzt hat sich der Iran als ausgesprochen schönes,
interessantes und gastfreundliches Reiseland erwiesen, was zu unrecht
oft eine schlechte Presse bekommt.
Die Mullahs sind weitaus zugänglicher als in Afghanistan, wo angeblich
Gockel und Hühner getrennt gehalten werden müssen und Esel so
eine Art Schürtzchen umgebunden bekommen. Alles nur damit Frauen
nicht auf unzüchtige Gedanken kommen! Die bösen Frauen! Jeder
rechtschaffene Muslim muß doch annehmen, daß sie hinter einem
unförmigen schwarzen Tschador ausreichend verborgen sind. Hatte ich
auch gedacht. Aber vorhin hat sich so ein junges Ding beim Aufstehen nach
vorne gebeugt! Und ich schreibe euch jetzt NICHT, was ich da gesehen habe!
Das erinnert mich doch glatt daran, daß mir auf der Reise mitunter
auch mal was fehlt. Zum Beispiel ein kaltes Bier! Wenn ich das erste bekomme,
lasse ich es euch wissen!
Bis hoffentlich bald
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... mit der lieben Polizei, dem Freund und Helfer in eigener Sache.
Sehr deutlich machte ich dem Bullizist klar, dass er nicht ganz dicht
ist, wenn er denkt, dass ich ihm meinen Pass auch noch gebe, wenn er Axels
noch nicht wieder rausgegeben hat. Schreien, Stossen - die normale Anrede
wie die usbekischen Polizei Touristen anspricht ist nicht unbedingt die
feinste Art. Aber irgendwie müssen wir auch eine neue Erfahrung für
die gewesen sein. So stur hat sich wohl noch nie jemand gezeigt, wenn
es doch nur um etwas Bestechungsgeld ging... Und das Vergehen? "Äh,
äh, also, äh, na ja, äh, wieso seid ihr um 22:00 Uhr noch
in der Stadt unterwegs?" Aber doch nicht mit uns! So bekloppt sind wir
nun auch nicht. Also, wenn jemand von euch nach Buchara kommt und ein
Poizist mit der Nummer 07896 im Polizeiausweis möchte Geld von euch,
dann grüsst ihn schön von uns. Und sagt ihm, dass wir anschliessend
das ganze Geld versoffen haben, was er so gerne von uns gekriegt hätte.
Diesmal war der Ärger blanker Willkür zuzuschreiben. An der
Grenze dagegen auch unserer Dummheit. Dort hatte Axel DM bei einem Polizisten
schwarz getauscht (verboten), da die Bank keine Mark haben wollte und
gerade niemand anderes da war. Leider war es unserem in der Wüste
ausgetrockneten Hirn nicht gleich aufgefallen, dass wir nur 10 Prozent
der "offiziellen Schwarzmarktrate", wie der Polizist sagte, bekamen. Ganze
6km spaeter, mitten in der Wüste, kam mir der Gedanke, übers
Ohr gehauen worden zu sein. 90 DM abschreiben? Nie! Dafür hab ich
ja Axel mit! Der trampte zurück, stachelte ein Rudel dicker Babuschkas
auf, die dort die ganze Zeit rumlungerten, und schon wurde die ganze Grenzstation
von wütenden Muttchen in bunten Trachten aufgemischt! In deren Hände
möchte ich nicht fallen... Selbst dem Polizist half nicht einmal
mehr Flucht. Er wurde gestellt und rückte tatsächlich das fehlende
Geld raus. Triumphierend kam Axel zurück. Das Bündel Geldscheine
war ganz schön dick. Aber noch viel dicker war es gestern, als Axel
in einer Bank mal einen grösseren Batzen Geld getauscht hatte. Hat
jemand von euch schon mal wie Dagobert Duck in Geld gebadet? Wir haben
es gestern gemacht! Aber leider sind Goldmünzen viel wertvoller als
die usbekischen Geldscheine... Turkmenistan liegt nun auch schon wieder
hinter uns. Wie es da war? Wüste, Wüste und Turkmenbashi. Turkmenbashi
(Kuenstlername, der so viel wie "Kopf aller Turkmenen" heisst) war früher
in typisch mittelasiatischter Tradition Chef der hiesigen kommunistischen
Partei und hat die letzte demokratische Wahl mit 99,9 Prozent überstanden!
Oppositionelle sind nach kommunischtischer Tradition entweder in der Irrenanstalt
oder im asylgebenden Ausland. Aber das alles hält Turkenbashi natürlich
nicht ab, sich ständig überall neue Statuen hinsetzen zu lassen,
jede Menge Städte nach ihm zu benennen, einem Meteroriten, der in
der Wueste einschlug, seinen Namen zu verpassen oder sämtliche Gelscheine
mit seinem Doppelkinn zu verunzieren. Wahrlich, der Kerl hat Selbstwertgefuehl!
Dagegen ist Buchara eine richtige Erhohlung, auch wenn mal die Polizei
durchdreht. Aber ab morgen werden wir uns wieder dem sowietischen Alltag
mit Strassensperren, stinkenden Ladas und Schlaglöchern stellen,
in grauen Plattenbaukantienen essen und "Supermärkte" mit Regalen
voller 3 verschiedenen Produkte besichtigen. Zum Kaufen gibt es da meist
nicht viel... Das gibts eher bei den Muttchen, die mit Kinderwagen voller
Marsriegel und Cola am Strassenrand stehen. Zumindest das hat sich geändert,
seit der grossen Freiheit.
Alles Beste
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Und es sieht so aus, als wenn es vorerst auch so bleibt. Also schöne
Aussichten! Da stören mich auch die paar Bergketten nicht, über
die wir in den nächsten Tagen drüberradeln müssen.Tagsüber
drückt die Sonne, die Temperaturen lassen uns so dahinschmelzen und
ich kann und will nicht glauben, daß es auf den Pässen vor
uns noch Schnee gibt. Was ich da so Weißes am Horizont sehe ist
also sicherlich nur eine Wolke. Entgegen den Erfahrungen der ersten Tage
blieb Usbekistan doch recht ärgerlos, was Polizei anging. Zwar gab
es massenhaft Straßensperren, wo wir auch regelmäßig
aus dem Verkehr herausgewunken wurden, doch hatten wir es uns zum Ziel
gesetzt, uns nie wieder von der Polizei anhalten zu lassen. Und da wir
nun mal nicht gerne verlieren, ließen wir die pfeifenden und 'Stoi!'
rufenden Polizisten halt stehen. Manche reagierten echt sauer, wenn sie
ihre Autorität so untergraben sahen. Doch was soll ich sagen, bei
uns hob das jedesmal die Stimmung. Buchara und Samarkand brauche ich wohl
nicht zu beschreiben. Sind
beides wunderschöne Städte. Aber es gibt auch andere, weniger
bekannte. Bei denen scheint die Sovietzeit stehen geblieben zu sein. Ganze
Landschaften sind wegen irgendwelchen Bergschätzen umgegraben, gnadenlos
verkommene Industrieanlagen blasen gewaltige Mengen Qualm in die Luft,
und das hier mal blühende Naherholungsgebiete entstehen sollen (das
übliche Versprechen bei solchen Umweltverbrechen) dürfte nicht
mal der naivste Optimist noch zu träumen wagen. Während in Aralsk
interessante Konferenzen abgehalten werden, wie es nur ein kann, daß
der Aralsee weiter austrocknet, wird hier in der Wüste weiterhin
lustig mit Wasser gepanscht. Aber in gigantischen Ausmassen. Das hat solche
Dimensionen angenommen, daß wir in Usbekistan praktisch gar nicht
mehr durch die Wüste geradelt sind! War für uns natürlich
ganz praktisch. Da brauchten wir nie lange zu suchen, wenn wir mal in
einem schattigen Plätzchen Pause machen wollten. Das Radeln kann
so schön sein! Besonders im Ferganabecken genossen wir es. Ein Opi
mit Usbekenkappe und langen weißem Bart mochte nicht fotografiert
werden. Er nahm uns unser Ansinnen aber so übel, daß er mich
durchkitzelte! Ich konnte das ja vielleicht noch so hinnehmen. Polizisten
würden in solchen Handlungen sicher wieder separatistische, fundamentalistisch
- islamische Tendenzen erkennen und den Opi gewaltsam befrieden. An der
Grenze zu Kirigisien kam uns ein absolut genervtes österreichisches
Pärchen entgegen. Sie waren zwei Stunden in Kirgisien gewesen und
ärgerten sich grenzenlos über den Wucher und die Betrügereien
dort. Nie wieder wollten sie dorthin. Aber als ich sie so schimpfen hörte
wuchs in mir die Gewißheit, das das Land so richtig schön wird.
Wir sind jetzt 3 Tage im Land und mein Gefühl hat mich nicht betrogen.
Ob es weiterhin so bleiben wird, werdet ihr beim nächsten mal erfahren.
Alles Beste
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Umwege... |
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Diesmal möchte ich euch von einigen Umwegen erzählen. Sogar
einem, der uns glatt bis nach Deutschland geführt hat! Aber der Reihe
nach. Angefangen hat der erste Umweg genaugenommen mit Stalin, der wahrscheinlich
in wodkaseliger Laune einige Ausrutscher hatte, als er vor 80 Jahren auf
recht unkonventionelle Art und Weise Grenzen in mittelasiatische Karten
einmalte. Mit Rationalität hatte das wohl nichts zu tun. Na, vielleicht
hatte er ja wenigstens viel Spaß dabei!
Dieser Spaß ist den Leuten hier jedenfalls vergangen. Inzwischen
gibt es ja unter den meisten Ländern hier Ärger. Jene Grenzen
sind zum Teil vermint, nur weiß niemand, wo genau die Grenzen verlaufen
und Stalin kann man auch nicht mehr fragen. Mein Tipp: besser in Grenznähe
nicht wandern gehen! Aber auch Radeln ist nicht nur Spaß. Wenn das
x-te Flußtal wieder zu Usbekistan gehört, und die Kirgisen,
sowie Radfahrer damit geärgert werden, daß sie statt 4 km querdurch
nun schnell mal 80 km über Schotterpisten durch die Berge außenrum
geschickt werden, dann kann man den Hals schon voll kriegen. Aber wenigstens
sahen wir auf diese Weise viele, viele schöne rote Mohnfelder in
den Bergen. Den Kuchen bekamen wir allerdings nirgends zu kaufen.
Ich hatte mich immer gefragt, warum die Kirgisen solche dicken Filzmützen
tragen. Aber als uns in 1 800 m Höhe riesige Hagelkörner auf
die Köpfe trommelten, begriff ich den Grund. Mit blanken Händen
versuchten wir die Dinger davon abzuhalten uns die Schädel einzuschlagen.
Dächer gab es da nicht. Das Gewitter war auch der Grund, warum wir
umdrehten. Leute meinten, daß der Paß nun sowieso für
etliche Wochen nicht mehr befahrbar ist.
Die Alternativroute führte über 3 anstatt einem 3 000 m Paß
und war 600 km länger. Das hinderte uns aber natürlich nicht
daran unser Gepäck etwas zu vermehren. Axel hielt mich zwar für
bekloppt, aber ich hatte mich in so einen Pferdesattel aus Holz verliebt,
bekam ihn fast geschenkt und nahm ihn mit. Ständig sprachen mich
die Leute darauf an. Aber hätte ich denen wirklich begreiflich machen
können, daß ich das Ding eigentlich nur zu Hause auf so eine
Art Barhocker befestigen will um darauf genüßlich einen Whisky
schlürfen zu können? Also verwies ich auf meinen schon verschlissenen
Fahrradsattel und darauf, daß so ein Pferdesattel hier billiger
ist.
Die Leute in den Bergen luden uns öfters zu Kumis, zu gegorener Kamel-
oder Perdestutenmilch in ihre Jurten, solche runden Filzzelte, ein. Woher
hätten wir ahnen können, daß der eine dabei Hintergedanken
hegte? Verrückt, wie er uns nun einmal einschätzen mußte,
schwatzte er Axel seine Zweitjurte auf. Leider konnte ich zu diesem Zeitpunkt
nicht mehr protestieren. Der Kumis war mit Wodka gestreckt.... Trotzdem
hatte am anderen Morgen Axel den größeren Kater. Wie transportiert
man 400 kg Zusatzgepäck? Dabei ging es nicht um die paar hundert
km bis Bischkek, der Hauptstadt Kirgisiens. Axel wollte ja nicht auswandern.
Also mußte das gute Teil nach Deutschland!
Wie auch immer. Axel hatte echt Streß damit und mußte sogar
das dortige Kulturministeriums strammstehen lassen um das Ding herzukriegen.
Aber er hat's geschafft!!! Und zu Wolfstock, der 20 jährigen Geburtstagsfeier
von Jack Wolfskin war sie das erste mal zu sehen! Wir hatten ganz schön
Streß, das Ding aufzubauen. Hatten ja so was noch nie gemacht. Und
wirklich helfen konnte uns auch kaum jemand. Zum Glück hatten wir
aber ein paar Fotos dabei, damit wir wußten, wie das Ding am Ende
ungefähr aussehen sollte. Machte mächtig Spaß da rumzupuzzeln,
auch wenn wir am Anfang wie Radfahrer ins Uhrwerk starrten. Aber das erste
mal ist halt immer das schwerste.
Dennoch war's eine Superfete und ich bereue nicht, unsere Tour nach China
extra dafür kurz unterbrochen zu haben. Wer auch bei Wolfstock war
wird's verstehen... Das nächste Mail gibt's dann hoffentlich aus
China. Wir haben noch ein bißchen Bammel wegen der Grenze. Aber
bis jetzt haben wir ja auch alles geschafft. Und wer ne Jurte nach Deutschland
kriegt, sollte doch wohl auch nach China reinkommen...
Alles Beste
Glocke
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Ich sitze gerade in Hotan, so einem dreckigen Oasenkaff in der Taklamakanwüste
und habe doch tatsächlich einen Internetrechner auftreiben können.
Ja, wir haben’s geschafft und sind in China!
Aber mal der Reihe nach. Habt ihr schon mal Hammelaugen gegessen? Wir
jetzt schon. Schmecken mächtig nach Hammel. Noch besser ist aber
die Zunge finde ich. Gewöhnungsbedürftig mag der Hammelkopf
auf dem Teller aussehen, der einen noch etwas schwermütig anschaut,
während man dabei ist seine Augen herauszuschneiden. Aber wir sind
ja auf dem Weg nach China und da darf man sowieso nicht sehr feinfühlig
sein, was das Essen angeht.
Die
kirgisisch-chinesische Grenze erwies sich als doch nicht so schlimm, wie
ich befürchtet hatte. Zwar darf man da nicht mit dem Rad rüber,
aber dafür hat sich ein Schleppersystem etabliert, was Räder
und Gepäck in der Regel gut rüberbekommt. Allerdings muß
man dann sein Gepäck (inklusive der Räder) für einige Kilometer
auf ein Auto verladen. Der Vorteil ist der, daß man für den
Zollcheck auch etliches Gepäck einfach im Auto liegen lassen kann.
Das erspart Arger, wenn man z.B. seine Filme nicht durchleuchten lassen
will... Kashgar, die berühmte Stadt am Anfang der Taklamakan, empfing
uns ungewöhnlich gutmütig. So ein richtig gemütlicher Ort
zum wohlfühlen. Als wenn die Stadt schon seit Jahrtausenden nur von
Rucksacktouristen lebt. Es gab sogar Eierkuchen, was Axel natürlich
besonders freute. Mich würde ja mal interessieren, ob Marco Polo
hier auch genüßlich Pizza gegessen hat. Heute zumindest ist
das kein Problem...
Der Reiseführer behauptete, daß in Kashgar jeder Durchfall
bekommt. Axel machte sich drüber lustig und hing prompt fest auf
dem Klo. Ich dagegen habe keinen!!! Durchfall dort bekommen. Also glaubt
nicht immer alles, was in Reiseführern steht! Ich hab den Durchfall
schon aus Kirgistan mitgebracht. Jedenfalls dachte ich, daß wir
gut ausgerüstet seien. Eigentlich konnte nichts mehr passieren. Wasser
nahmen wir nur immer so viel mit, daß wir sicher die nächste
Oase erreichen konnten. Womit ich nicht gerechnet hatte, das waren die
Fahrrad- oder besser Lenkerproduzenten. "MO DO LO COMPONENTI SPECIALI"
und "Yuma Traveller" in Verbindung mit "HIGH TECH" usw., alles Aufschriften
auf meinem Schweineschwanzkringellenker, klangen eigentlich beruhigend.
So als wenn die Firma weiß, daß sie ein durchaus nicht ganz
unwichtiges Fahrradteil produziert. Aber weit gefehlt.
Genau
als wir so richtig im Nirgendwo angekommen waren, also dort wo Sandünen
die Piste zuwehen und Autos mit kochendem Kühler liegenbleiben, brach
mir das sicherlich teure Stück! Einfach so. Als wenn es die Hitze
nicht mehr mitmachen wollte! Jetzt war guter(s) Rat teuer. Wer sich hier
auf vorbeikommende Autos verläßt bleibt oft verlassen. Die
Firma verfluchend nahm ich mein Fotostativ und schiente damit den Lenker.
So konnte ich gerade so wieder radeln. Bremsen und Schaltung blieben aber
solange unerreichbar und wackeln tat dieses Gebilde auch reichlich. Später,
als ich in einem ausgetrockneten Flusstal einen handlichen Knüppel
fand, nahm ich ihn zum schienen. Damit erreiche ich Hotan. Ja, und jetzt
sitze ich am Rechner und schreibe euch davon.
Aber ihr seid nicht die einzigen, die das zu lesen bekommen. Hinter mir
stehen dichtgedrängt ca. 15 Chinesen und vesuchen mitzulesen. Es
könnte ja sein, so hoffen sie, daß ich doch mal was schreibe,
was sie verstehen. Aber auch wenn nicht. Dastehen und gucken, das ist
hier ein echter Volkssport.
Auf jeden Fall weiß ich eines: in China ist man nie allein (außer
in der Wüste, wenn man Hilfe braucht)!
So weit alles Beste Bis zum nächsten Mail
Glocke
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| 11. Lebenszeichen |
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Wir sitzen gerade in Lanzhou, das ist irgend so eine riesige Industriestadt
am Gelben Fluß und ich muß jetzt versuchen, die letzten Wochen
in Worte zu fassen. Ist gar nicht so einfach, bei all dem was wir so erlebt
haben. Fange ich doch gleich mal in der Taklamakan an, der "Wüste
ohne Wiederkehr". Diesmal werden wir garantiert nicht den Fehler
machen und wiederkehren. Auf alle Fälle nicht mit dem Fahrrad.
Vor 6 Jahren war die nördliche Seidenstraße im Winter schon
die Hölle (bis minus 30 Grad!) und es wurde diesmal nicht viel besser.
Nur andersherum mit 47 Grad im Schatten auf der südlichen Seidenstraße.
Nur, da wo es außer Sanddünen und Kadavern verendeter Viecher
nicht viel mehr gibt, wo findet man da Schatten?!? Aber nicht daß
ihr denkt, das Radeln in der Wüste bringt keine Abwechslung! Da von
gibt es mehr als genug. So hätte ich nie gedacht, daß mich
100 Kilometerchen umhauen können. Vor allem nicht, wenn ich noch
ganze 6 Liter Wasser dabei habe! Ist aber so. Zumindest werde ich nicht
den Fehler machen und 100 km unteschätzen.
Überschätzt haben wir (wieder einmal) den Wahrheitsgehalt diverser
Reiseführer, denn da wo sie von ausgebauter Asphaltstraße schreiben,
gerieten wir in die härteste Sandpiste unserer Tour. Autos kamen
da nicht mehr vorbei. Wahrscheinlich hatte sie ein Sandsturm abgeschreckt,
der uns gegen Mitternacht überraschte, als wir genüßlich
unserem wohlverdienten Schlaf nachgehen wollten. Und nun auf einmal lagen
wir im Sandgebläse! Die Sicht gegen den Wind tendierte gegen Null.
Und an Schlafen war auch nicht mehr zu denken. Auf jeden Fall können
wir nun Mitreden, wenn es um den Kara Bura, den "Schwarzen Sandsturm"
in der Taklamakan geht. Und was für Sanddünen so ein einziger
Sturm auf die eh schon schlechte Piste auftürmen kann, muß
man auch erst mal gesehen haben um es zu glauben! Mit diesmal etwas mehr
Wasserreserven erreichten wir endlich die nächste Ortschaft, die
es aber leider außer auf unseren 3 verschiedenen Landkarten nirgendwo
anders gab!
Was tun? Weiterradeln, bzw. durch den Sand schieben. Ich sage euch, weitere
60 km Sandpiste können verdammt lang sein! Aber alles noch besser
als gar keine Piste. Als wir uns in einer Oase halbwegs erholt hatten,
ging nun kein Weg mehr weiter in die richtige Richtung. Ein Riesenumweg
über 3000 m hohe Pässe brachte uns schließlich nach Dunhuang,
der Stadt, wo die Taklamakan aufhört und die Wüste Gobi wieder
anfängt. Riesige Sanddünen, Buddhahöhlen und gekochte Eselschwänze
auf dem Markt waren die Highlight's. Wer jetzt aber an die Schwänze
mit den langen Haaren denkt, weiß nicht, was Chinesen so mögen!
Ich rede von den Dingern mit Vorhaut, die wie schwarzes Leder im Sonnenuntergang
glänzten. Mit dem Weiß des Tellers waren die Farben des Jingjang
wieder komplett. Lieber hätte ich noch den Hund gegessen, der uns
später in einer moslemischen (!!!) Gaststätte angeboten wurde.
Die Gobi war im Vergleich zur Taklamakan harmlos (Jedenfalls bis jetzt,
wir haben noch 800 km quer durch, vor uns.). Und Abwechslung gab es auch.
Diesmal schönere. Die Große Mauer, daoistische Tempel und so
eine Art Kleintibet. So richtig mit Yaks, Buttertee und Tsampa, oder wie
man die Pampe nennt. Wieder Buddhahoehlen und dann noch das richtige Tibet
(was jedenfalls Tibet war, bevor sich Mao im Landkartenmalen hervorgetan
hat) rundeten unsere bisherige Reise ab. Auch hier kamen wir wieder bei
Mönchen im Kloster unter. Ich war erstaunt, wie offen manche Mönche
gegen China wetterten. Zumindest da können wir nun wieder mitmachen.
Jedenfalls was die Verkaufspraktiken angeht, die (nicht alle, aber gar
zu viele) Chinesen an den Tag legen, wenn ein langnäsiger, dafür
aber kulturloser Barbar vor ihnen steht. Zigfache Preisüberteuerungen
sind ja o.k.., wenn man sie runterhandeln kann. Uns passierte es jedoch
schon einige mal, daß nach dem Runterhandeln wieder der ursprünglich
geforderte Preis verlangt wurde. Und noch schlimmer. Wenn wir dann entrüstet
von dem Geschäft Abstand nehmen wollten, bekamen wir schon mehrfach
nur mit viel Geschrei und bösem Geschubse unser Geld wieder!
Aber China scheint trotzdem auf dem Weg zur Besserung zu sein. Immerhin
scheint jetzt das neue Schönheitsideal runde Augen und lange Nasen
zu haben. Zumindest im Fernsehen sehen die Schönheiten so aus. Das
beruhigt uns, denn da liegen wir doch echt voll im Trend!!!
So weit bis zum nächsten (und wohl dann letzten aber nicht allerletzten)
Lebenszeichen.
Glocke
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Hallo Leute! Wir haben nun auch noch den Rest der Strecke hinter uns.
Axel hat sich allerdings doch tatsächlich um die letzten 400 km gedrückt!
Zwar nicht aus Faulheit, aber dazu komme ich später noch...
Von Lanzhou ging es erst mal nach Norden zum Gelben Fluß. Die "Wiege
der chinesischen Zivilisation" ist dank überall abgezweigten Flußwassers
nur noch ein winziges, allmählich versiegendes kleines Flüßchen. Jeder
zweigt sich soviel ab, wie er gerade denkt und interessiert sich ansonsten
relativ wenig für die am Unterlauf lebenden Leute. Wobei das Wort "Unterlauf"
natürlich schon die blanke Ironie ist. Wasser fließt dort jedenfalls
keines mehr.
Aber hier mußten wir noch über Brücken, wenn wir mal wieder die Flußseite
wechseln wollten, um vielleicht wieder mal eine hübsche Pagode irgendwo
anzuschauen. Doch bald verließen wir den Flußlauf wieder und bogen ab
in die Innere Mongolei, einer Provinz Chinas, die ähnlich Tibet von
ihrer Unabhängigkeit befreit wurde. So sehen es jedenfalls viele der
dort lebenden Mongolen. Allerdings leben zwischenzeitlich dort längst
viel mehr Chinesen als Mongolen. Dschinges Kahn würde sich in seinem
Grab umdrehen, wenn er das mitkriegen würde. Aber auch so war seine
"letzte Ruhestätte" alles andere als ein ruhiges Plätzchen. Immer wieder
wurde sein Grab verlegt. So besuchte er posthum die Provinzen Quinghai
und Gansu bevor er jetzt hier in der Inneren Mongolei mal ein paar ruhige
Jahre hatte. Wobei ruhig natürlich übertrieben ist. Chinesische Touristenscharen
oder mongolische Pilger, die ihn jetzt als so eine Art Gott anbeten,
fallen täglich über ihn her. So wie er früher über andere hergefallen
ist... Strafe kommt manchmal spät.
Als wir dort bei seinem Grab ankamen, hatte Axel schon seit etlichen
Tagen hohes Fieber und geschwollene Lymphknoten, was auch Antibiotika
nicht verhindern konnte. Und nun wurde es von Tag zu Tag schlimmer.
Das Fieber konnte nur durch ständige fiebersenkende Mittel unter 40
° gehalten werden und eine Besserung war einfach nicht in Sicht. Deswegen
erreichten wir die nächste größere Stadt auch nur unter aller größten
Schwierigkeiten. Und dort ging es sofort ab in die Notaufnahme des nächsten
Krankenhauses!
Nachdem er allerdings dort über eine halbe Stunde in einem zugigen,
verqualmten Durchgang auf einer Trage gelegen hatte, ohne daß sich jemand
um ihn gekümmert hätte, gab es nur noch die Flucht. Zwar gab es einige
Weißkittel, die diese vereiteln wollten, doch nicht etwa weil sie sich
um Axel auch wirklich kümmern wollten, sondern weil es doch eine Abwechslung
bedeutet, mal einen Touristen hier liegen zu haben. Doch Axel, der inzwischen
nicht mal mehr selbst gehen konnte, beschloß, lieber in einem netten
Hotel zu sterben als hier, wo 'zig Leute durcheinander schrien, sich
aber niemand für seine Krankheit interessierte.
Im Hotel angekommen hatte jedoch der Hotelmanager Probleme bei dem Gedanken,
daß Axel bei ihm sterben könnte. Deswegen versuchte er uns unbedingt
zu überreden, zurück ins Krankenhaus zu gehen. Doch da war nichts zu
machen. Schließlich schaltete der Manager den Provinzchef für Tourismus
und den für Gesundheit mit ein und schaffte es letztendlich zu erwirken,
daß Axel eine Sonderbehandlung bekommt, die sonst nur Parteibonzen vorbehalten
ist. Das klang ein wenig besser. Also ließen wir uns darauf ein und
Axel wurde in ein Krankenhaus eingeliefert, was in seinem Zustand an
die Vorkriegszeit erinnerte. Im Nachbarzimmer lag ein Mann mit Lungenkrebs,
der ständig vor sich hin schrie. Pausenlos. Ab und zu schaute mal eine
Krankenschwester bei ihm rein, aber nur um ihn anzuschreien, daß er
gefälligst mal ruhig sein sollte. Bei Axel schauten sie auch ab und
an rein, hängten ihn an einen Tropf, was ihm Linderung brachte, und
spritzten Penizillin, was überhaupt nichts brachte. Ärzte ließen sich
so gut wie nie blicken, und wenn, dann interessierten sie sich auch
nicht dafür wie es Axel ging und was er hatte. Die ganzen 3 Tage dort
wurde er nicht ein einziges mal gefragt wie es ihm geht oder was ihm
fehlt! Immerhin blieb das Fieber unter 40 °.
Mit Hilfe von Freunden in Deutschland organisierte ich einen Heimtransport.
Hier konnte Axel nicht auf Heilung hoffen! Doch plötzlich ergab sich
die Möglichkeit ihn in ein Krankenhaus nach Peking zu bringen, was (wie
ich mich bei verschiedensten Leuten erkundigte) einen hervorragenden
Ruf besaß. Und dort wurde ihm gesagt, daß er wohl bald gestorben wäre,
wenn er in Datong geblieben wäre. Er war total falsch behandelt worden.
Doch nun ging es schlagartig aufwärts mit ihm.
Also radelte ich die letzte Strecke alleine. Ein wunderschönes, an ein
Schwalbennest erinnerndes, jedenfalls genau so an eine Felswand "geklebtes"
Kloster, der Heng Shan, ein heiliger Berg der Daoisten, wunderschöne,
grüne Berglandschaften, kleine Straßen, abgelegene Dörfer - ich war
traurig, daß Axel all dies nicht miterleben konnte. Er hatte sich gerade
auf diese Gegend so gefreut! Aber das Radeln war anstrengend und Axel,
den ich wann immer es ging anrief, war noch viel zu geschwächt. Doch
ansonsten ging es ihm gut, wie er sagt.
Dann kam ich nach Peking, oder Beijing, was eigentlich korrekter ist.
Eine riesige, absolut westliche Stadt! Ein richtiger Kulturschock für
mich! Unglaublich, daß diese Stadt in dem selben China stand, durch
welches ich die letzten Monate geradelt bin. Der Gegensatz Stadt - Land
ist gewaltig. Aber auch die Preise. Ich traf Axel, der schon wieder
fast auf dem Damm war. Gemeinsam schauten wir uns ein paar touristische
Schönheiten in Peking und Umgebung an. Doch Städte liegen uns einfach
nicht so sehr. Und westliche Städte erst recht nicht. Vom eigentlichen
China bekam man hier nichts mit. Dafür war Axel hier aber kuriert worden.
Von was, das wußten allerdings nicht mal die Ärzte genau. Irgendeine
Vireninfektion.
Es war eigenartig. Nun war die Tour zu Ende. So vieles hatten wir gemeinsam
durchgestanden und erlebt. Und so kurz vor dem Ziel mußte Axel aufgeben!
Sicher, ich hatte den Rest alleine geradelt. Doch so richtig konnte
ich mich nicht darüber freuen. Ich war traurig, daß Axel nicht mit hatte
dabei sein können. Doch der muß erst mal wieder so richtig gesund werden.
Wir standen nördlich von Peking auf der Großen Mauer. Axel ging schon
alleine mit zittrigen Knien den Berg herunter. Er mußte viele Pausen
machen. Ich würde ihn schnell einholen, wenn ich mich an dem Panorama
satt gesehen hatte. Wann würden wir wieder hierher kommen? Einen Teil
der Reise hatten wir nun hinter uns. Doch wie Marco Polo wollen auch
wir mit einem Boot, einer chinesischen Dschunke, nach Hause segeln.
Doch bis dahin werden noch ein oder zwei Jahre vergehen.
Bis dahin wünsche ich euch allen alles Beste!
Glocke
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