Eines nachts, mitten in der Einsamkeit der Gibson- Wüste, zog ein
Gewitter auf. Am Lagerfeuer hofften Axel , Peter und ihr norwegischer
Freund Gunnar noch, daß ihnen das Schlimmste, nämlich Regen, erspart
bliebe. Kurz nach Mitternacht goß es in Strömen. Der Wind trieb die
Feuchtigkeit unter die aufgespannte Plane. Die Temperatur fiel auf 4°C
und schnell war ihre Sommerausrüstung klitschnaß. Sie froren jämmerlich.
Weil der Wind die Tropfen von der Plane wehte, konnten die drei nur einen
Napf Wasser am Tag auffangen. Ihr ohnehin schon geringer Wasservorrat
schrumpfte, dem entsprechend sank auch ihre Stimmung. An ein Weiterfahren
war nicht zu denken. Die Straße brauchte man nur mit dem Fuß anzutippen,
und schon steckte man bis zum Knöchel im Schlamm. Am vierten Tag,
klarte das Wetter endlich auf. Um ihre Lebensmittelvorräte zu strecken,
begannen die Abenteurer mit Pfützenwasser Brot zu backen. Der Regen
reichert sich auf dem Boden sofort mit Mineralien an und ist zum Trinken
völlig ungeeignet, zum Backen aber ist das Wasser gut genug. Statt
zwei Tage zu warten, bis die Straße abgetrocknet war, machten die drei
Radfahrer den Fehler und fuhren mit den ersten Sonnenstrahlen weiter.
Sie mußten die Räder durch den Schlamm ziehen und tragen, weil
sich kein Rad drehte. Aber ihre Geduld war am Ende und ihr Wasservorrat
reichte höchstens bis zur ersten Wasserstelle. Glücklich das
Wasserloch in dieser Einöde gefunden zu haben, banden Axel, Peter
und Gunnar schnell eine Konservenbüchse an einen Strick und ließen
sie in das Bohrloch. Glücklicherweise holten sie Wasser rauf, nicht
gerade Mineralwasser, aber genießbar. Auch aus dem zweiten Loch
förderte die Pumpe nicht mehr Staub und Sand, sondern klares Quellwasser,
ein Vorteil des Regens. Von jetzt an war Wasser kein Problem mehr.
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