Für Europäer verbinden sich mit dem Begriff "Dschunke" Vorstellungen aus dem ostasiatischen Raum: an ein Boot aus längst vergangener Zeit, an historische Seeabenteurer und an Piraterie.
Diese Vorstellungen sind nicht ganz unberechtigt, gehören doch die Dschunken zu den ältesten Wasserfahrzeugen unserer Erde und fuhren über 2000 Jahre in fast unveränderter Bauart.Sie besaßen schon früher wasserdichte Abteilungen (Schotten), ein Mittelruder und wurden von bis zu 5 Segeln angetrieben. Die geflochtenen Mattensegel bestanden aus mit Bambus versteiften Bahnen. Größere Dschunken erreichten immerhin eine Länge von über 150 Meter!
In Europa wurde die Dschunke durch den Venezianer Marco Polo bekannt, der
als erster Europäer große Strecken damit auf seiner Heimreise von China segelte.
Viele Konstruktionsmerkmale der Dschunke übernahmen danach europäische Bootsbauer.
Hier nun einige Impressionen unserer Dschunke "Kublai's Kahn" - ein
Wortspiel in Anlehnung an Kublai Khan, dem chinesischen Kaiser und Enkel von
Dschingis Khan, in dessen Diensten Marco Polo 17 Jahre lang stand und der Bezeichnung
der Dschunke als Kahn. Sozusagen des "Kaisers Segelkahn".